Gerhard Frey
- Jahrgang:
- 1973
- Beruf:
- Stellvertretender Leiter Rettungsdienst
Wenn Sie auf den Wahlkampf zurückblicken: Was ist Ihnen persönlich am stärksten in Erinnerung geblieben?
Am stärksten in Erinnerung geblieben sind mir die vielen persönlichen Begegnungen mit den Menschen vor Ort. Die offenen Gespräche, die ehrlichen Rückmeldungen und das große Interesse an der Zukunft unserer Gemeinde haben mich sehr beeindruckt. Besonders wertvoll war für mich zu erleben, wie wichtig den Bürgerinnen und Bürgern ein gutes Miteinander und eine positive Entwicklung unserer Heimat sind.
Mit welchen Themen sind Sie in den Wahlkampf gegangen – und warum waren Ihnen gerade diese Punkte wichtig?
Mir waren vor allem Themen wie bezahlbarer Wohnraum, eine nachhaltige Gemeindeentwicklung, die Stärkung unserer Vereine und des Ehrenamts sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen Bürgerschaft, Verwaltung und Gemeinderat wichtig. Gleichzeitig spielt auch die Weiterentwicklung unserer Infrastruktur und die Sicherung der Lebensqualität für alle Generationen eine große Rolle. Diese Themen betreffen die Menschen unmittelbar im Alltag und sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit unserer Gemeinde.
Hat sich durch Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern Ihr Blick auf bestimmte Themen verändert oder geschärft? Wenn ja: inwiefern?
Ja, definitiv. Viele Gespräche haben meinen Blick auf einzelne Herausforderungen noch einmal geschärft. Gerade Themen wie Wohnraum, Verkehr, Kinderbetreuung oder auch die Sorgen kleinerer Gewerbetreibender wurden sehr konkret angesprochen. Mir wurde noch deutlicher, wie wichtig es ist, Entscheidungen nachvollziehbar zu kommunizieren und die Menschen frühzeitig mitzunehmen. Gleichzeitig habe ich gespürt, wie groß die Bereitschaft ist, sich konstruktiv einzubringen, insbesondere bei den vielen Kandidaten der unterschiedlichen Gruppierungen. Insgesamt hatten sich fast 100 Kandidaten zur Wahl gestellt.
Wie haben Sie den Wahlabend erlebt – und was ging Ihnen durch den Kopf, als feststand, dass Sie gewählt sind?
Der Wahlabend war emotional und sehr bewegend. Natürlich war da große Freude und Dankbarkeit über das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger – 95% , ein sehr sehr schönes Ergebnis und zugleich Spiegel für die Arbeit in der Vergangenheit.
Was bedeutet es Ihnen persönlich, die Verantwortung als Erster Bürgermeister zu übernehmen?
Es ist für mich eine große Ehre und zugleich eine besondere Verpflichtung. Bürgermeister zu sein bedeutet, Verantwortung für die Entwicklung der Gemeinde und für die Anliegen der Menschen zu übernehmen. Mir ist wichtig, ein verlässlicher Ansprechpartner zu sein, zuzuhören und Entscheidungen mit Augenmaß, Respekt und Weitblick zu treffen. Dieses Amt erfüllt man nicht allein – es lebt vom gemeinsamen Arbeiten für das Wohl der Gemeinde.
Welche Themen möchten Sie jetzt als Erstes anpacken – und warum gerade diese?
Zu Beginn ist mir wichtig, gemeinsam mit dem Marktgemeinderat klare Prioritäten zu setzen und laufende Projekte strukturiert weiterzuführen. Schwerpunkte werden unter anderem die Themen Wohnraum, Gewerbepark Sulzberg Nord, Kinderbetreuung, Infrastruktur sowie eine nachhaltige Ortsentwicklung sein. Gleichzeitig möchte ich großen Wert auf eine offene Kommunikation und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit legen, denn gute Entwicklungen entstehen nur gemeinsam.
Worauf freuen Sie sich in den kommenden Jahren im Gemeinderat am meisten?
Ich freue mich vor allem auf die gemeinsame Arbeit an konkreten Zukunftsthemen für unsere Gemeinde. Unterschiedliche Meinungen gehören zur Kommunalpolitik dazu – entscheidend ist aber, respektvoll miteinander umzugehen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu finden. Besonders freue ich mich darauf, Projekte umzusetzen, die langfristig einen positiven Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger schaffen.
