Otto Bertle
- Jahrgang:
- 1963
- Beruf:
- Landwirt
Wenn Sie auf den Wahlkampf zurückblicken: Was ist Ihnen persönlich am stärksten in Erinnerung geblieben?Am stärksten in Erinnerung geblieben ist mir der sehr gute Zusammenhalt während des Wahlkampfs. Das Miteinander war angenehm, offen und freundschaftlich. Das ist nicht selbstverständlich und hat den Wahlkampf sehr positiv geprägt.
Mit welchen Themen sind Sie in den Wahlkampf gegangen – und warum waren Ihnen gerade diese Punkte wichtig?
Meine Themen waren vor allem die Verbindung von Landwirtschaft und Gemeinde, erneuerbare Energien sowie das Bauen im Außenbereich.
Diese Themen sind mir sehr wichtig. Sie wurden im Wahlkampf nur von relativ wenigen Kandidatinnen und Kandidaten aufgegriffen wurden, obwohl sie zentrale Fragen für die Zukunft unserer Gemeinde betreffen, zum Beispiel: Wie gehen wir mit Flächen um? Wie und wo schaffen wir Wohnraum? Und wie bringen wir Landwirtschaft, Energieversorgung und kommunale Entwicklung sinnvoll zusammen?
Hat sich durch Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern Ihr Blick auf bestimmte Themen verändert oder geschärft?
Die vielen Einzelgespräche haben mich vor allem in meinen Zielen bestätigt. Ich habe gemerkt, dass die Themen, mit denen ich in den Wahlkampf gegangen bin, viele Menschen beschäftigen. Gerade beim Wohnen, beim Bauen im Außenbereich und bei der Nutzung bestehender Gebäude gibt es großen Gesprächsbedarf.
Wie haben Sie den Wahlabend erlebt – und was ging Ihnen durch den Kopf, als feststand, dass Sie gewählt sind?
Ich war am Wahlabend mit den Kandidatinnen und Kandidaten der Freien Wähler und auch mit Vertreterinnen und Vertretern anderer Gruppierungen im Gasthaus Hirsch. Die Auszählung habe ich mit großer Anspannung verfolgt. Dass ich mit für mich unerwartet vielen Stimmen wiedergewählt wurde, hat mich sehr gefreut. Das schöne Wahlergebnis ist für mich ein starker Vertrauensbeweis.
Was bedeutet es Ihnen persönlich, Verantwortung im Gemeinderat zu übernehmen?
Für mich bedeutet dieses Wahlergebnis, den vor sechs Jahren eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen. Gleichzeitig heißt Verantwortung für mich auch, offen zu bleiben für Veränderungen, für neue Ziele und für Entwicklungen, die sich aus den kommenden Jahren ergeben. Man darf nicht einfach nur an Bekanntem festhalten, sondern muss prüfen, was die Gemeinde wirklich weiterbringt.
Welche Themen möchten Sie jetzt als Erstes anpacken – und warum gerade diese?
Ein zentrales Thema ist für mich die Wohnungsnot. Sie verschärft sich täglich und betrifft inzwischen viele Menschen ganz konkret. Deshalb müssen wir uns intensiver mit dem Bauen im Außenbereich beschäftigen, vor allem aber auch mit der Nutzung von Leerständen. Bestehende Gebäude besser zu nutzen, kann ein wichtiger Beitrag sein, um Wohnraum zu schaffen, ohne vorschnell immer neue Flächen zu verbrauchen.
Worauf freuen Sie sich in den kommenden Jahren im Gemeinderat am meisten?
Ich freue mich auf das gute, sachliche und faire Miteinander im Gemeinderat, wie ich es schon in den vergangenen Jahren erleben durfte.
Wir hatten in den vergangenen sechs Jahren unabhängig von der Listenzugehörigkeit das gemeinsame Ziel, unsere Gemeinde weiter voranzubringen und weiterzuentwickeln. Ich bin überzeugt, dass das auch künftig so bleibt, auch wenn die Rahmenbedingungen nicht einfacher werden.
