Petra Messing

Jahrgang:
1979
Beruf:
Erzieherin

Wenn Sie auf den Wahlkampf zurückblicken: Was ist Ihnen persönlich am stärksten in Erinnerung geblieben?

Die Zeit des Wahlkampfs war für mich stark geprägt von intensiven Gesprächen mit vielen Bürgerinnen und Bürgern. Gerade an den Infoständen und bei den Wahlkampfveranstaltungen gab es viele persönliche Begegnungen. Dabei wurde deutlich, welche Themen die Menschen in Sulzberg beschäftigen und welches Stimmungsbild es im Ort gibt. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir auch der Zusammenhalt innerhalb der Freien Wähler. Er war von Anfang an da und ist gegen Ende des Wahlkampfs immer stärker geworden.

Mit welchen Themen sind Sie in den Wahlkampf gegangen – und warum waren Ihnen gerade diese Punkte wichtig?

Im Wahlkampf lagen mir besonders die Themen am Herzen, die Familien beschäftigen: Kindergarten, Schule, Jugendtreff und alles, was den Alltag von Kindern, Jugendlichen und Eltern betrifft.

Ein gutes Angebot für Familien stärkt aus meiner Sicht auch das Vereinsleben. Denn Vereine leben davon, dass Menschen sich begegnen, sich einbringen und gemeinsam etwas für den Ort tun. Davon profitieren wiederum die Familien in Sulzberg. Ebenso wichtig waren mir generationenübergreifende Projekte und Aktionen. Sulzberg soll ein Ort bleiben, in dem das Zusammenleben vom Kindesalter bis ins hohe Alter gut funktioniert.

Hat sich durch Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern Ihr Blick auf bestimmte Themen verändert oder geschärft?

Ja, besonders beim Thema bezahlbarer Wohnraum. Mir ist aufgefallen, dass die Meinungen hier sehr weit auseinandergehen. Von „Ja, koste es, was es wolle“ bis hin zu „lieber sehr vorsichtig bauen oder gar nicht“ war fast alles dabei. Diese Bandbreite war mir vorher nicht in dieser Deutlichkeit bewusst. Deshalb ist mir noch klarer geworden, wie wichtig eine gute Abwägung ist: Wo soll weitergebaut werden? Was soll entwickelt werden? Und wie schaffen wir Wohnraum, ohne vorschnell Entscheidungen zu treffen, die langfristig nicht passen?

Wie haben Sie den Wahlabend erlebt – und was ging Ihnen durch den Kopf, als feststand, dass Sie gewählt sind?

Auf diesen Abend hatten wir lange hingearbeitet. Entsprechend gespannt habe ich ihn erwartet. Ich habe den Wahlabend als sehr spannend erlebt, gleichzeitig aber auch in einer lockeren Atmosphäre. Die Auszählung wurde aufgeregt verfolgt, und auch an diesem Abend gab es interessante Gespräche.

Die Stimmung empfand ich auch gruppierungsübergreifend als gelassen und als gutes Miteinander.

Als feststand, dass ich gewählt wurde, musste ich mich erst einmal sortieren, weil ich sehr überrascht war. Nach einem kurzen Moment des Sammelns war die Freude dann aber sehr groß. Ich habe mich auch für die anderen Kandidatinnen und Kandidaten meiner Liste gefreut, die es geschafft haben.

Was bedeutet es Ihnen persönlich, nun Verantwortung im Gemeinderat zu übernehmen?

Ich bin mir der Verantwortung sehr bewusst, die ich nun übernehme. Ich möchte mich für die Anliegen meiner Mitbürgerinnen und Mitbürger einsetzen.

Da ich ein sehr kontaktfreudiger und gut integrierter Mensch bin, ist mir der Austausch mit den Menschen im Ort besonders wichtig. Ich möchte auch künftig bei den Themen, die anstehen, ein Stimmungsbild einfangen und dieses in meine Entscheidungen einfließen lassen.

Mein Ziel ist es, meine eigene Meinung klar einzubringen, aber auch die Stimmen der Bürgerinnen und Bürger mitzunehmen.

Welche Themen möchten Sie jetzt als Erstes anpacken – und warum gerade diese?

Zu Beginn ist mir wichtig, dass im Gemeinderat ein gutes Miteinander entsteht. Der Wahlkampf verlief aus meiner Sicht harmonisch. Trotzdem sind unterschiedliche Meinungen normal und menschlich. Entscheidend ist, wie man damit umgeht. Deshalb möchte ich in der ersten Zeit dazu beitragen, dass nach einer Kennenlern- und Einarbeitungsphase Vertrauen entsteht.

Ein gutes Fundament in der Zusammenarbeit ist wichtig, damit wir später auch bei schwierigen Themen sachlich, fair und lösungsorientiert entscheiden können.

Worauf freuen Sie sich in den kommenden Jahren im Gemeinderat am meisten?

Ich freue mich darauf, gemeinsam etwas für unsere Gemeinde bewegen zu können. Besonders wichtig ist mir, Projekte anzustoßen und bereits begonnene Projekte weiterzubringen, die das Leben der Bürgerinnen und Bürger erleichtern und verbessern.

Außerdem freue ich mich auf den Austausch mit den anderen Gemeinderätinnen und Gemeinderäten und darauf, Verantwortung für die Zukunft unserer Gemeinde zu übernehmen.

Sulzberg soll lebens- und liebenswert bleiben. Dafür möchte ich mich einsetzen.

Werden Sie aktiv! Mitglied werden

Wir verwenden Cookies, um Inhalte gegebenenfalls zu personalisieren und optional die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren.
Sie akzeptieren unsere technisch notwendigen Cookies, wenn Sie fortfahren diese Webseite zu nutzen.